Gottesdienste per Livestream in Waldthurn

„Waldthurn zeigt wieder mal, welch Potential gerade auch in der Jugend steckt“, meinte eine begeisterte ältere Bürgerin. Bei der Live-Sendung am Sonntag haben sich die drei jungen Christen und IT-Fachmänner, der angehende Bauingenieur Simon Griesbach, der Softwareentwickler Julian Steiner und der Biologiestudent Johannes Pleyer eingebracht. Mit ihrer für einem Unbedarften doch komplizierten Technik haben sie sich im Mittelgang der Pfarrkirche positioniert, um per Livestream die Gottesdienste in die Häuser der Pfarrei, aber auch in die weite Welt zu schicken.

Schon am Herz-Jesu-Freitag war Premiere, hat das Trio beim abendlichen Gottesdienst die erste Probe gestartet, an der nichtöffentlichen Palmsonntagsmesse war schließlich die Generalprobe angesagt. Um 10 Uhr in der Pfarrkirche, die Übertragung hatte angefangen, die Kamera zeigte den Blick in den Altarraum. In der Sakristei bereiteten sich am Palmsonntag Pfarrer Norbert Götz und Diakon Janusz Szubartowicz auf den in wenigen Minuten folgenden Gottesdienst mit Palmweihe vor. Die in Kürze beginnende Messe wurde live im Internet ausgestrahlt. In Zeiten des Coronavirus‘ dürfen die Gläubigen nicht vor Ort sein, sie können jedoch zu Hause am Computer daran teilnehmen.

Nur wenige Personen sind ab dem 10-Uhr-Glockenschlag mit den drei „Landjugendtechnikern“ in der Kirche. Pfarrer, Diakon, Mesnerin Maria Glatter, Lektorin Angela Wittmann, dazu gab es live im Hintergrund Orgelmusik von Organist Georg Schmidbauer. Die Bankreihen im großen Gotteshaus waren und bleiben leer.

„Ich begrüße alle, die heute am Palmsonntag über den Livestream in der leeren Kirche mitfeiern“, sagte Götz in die Kamera. Die Fastenzeit und die anstehende Karwoche bedeute, dass man zu Jesus umkehren solle. „Es ist schon etwas komisch, die ganze derzeitige Situation“, beschrieb Götz im Vorfeld, was in ihm dabei vorging. Es ist nicht nur für den Geistlichen eine völlig neue Form, das Wort Gottes zu verkünden, zu den Gläubigen zu sprechen. „Ich finde die Liveübertragung unserer jungen Christen wirklich einen guten Gedanken, die Leute, die in ihre Häuser verbannt sind, an den Gottesdiensten teilhaben zu lassen.“

Pleyer bediente die Kamera, die Griesbach von seinem Papa Stephan ausgeliehen hat. KLJB-Vorsitzender Steiner und sein Kollege Griesbach wachen angespannt über die Technik, spielen Bilder und auch Infos ein, wo die im Gottesdienst gesungenen Lieder im Gotteslob zu finden sind.

„Zum Schluss gebe ich durch die Kirchenmauern hindurch den Segen Gottes, der bis in die Häuser geht“, meinte der Geistliche. „Teilweise waren in Spitzenzeiten zirka 580 Geräte live bei dieser Generalprobe zugeschaltet“, freute sich Griesbach über das Interesse.

Zu sehen sind die Gottesdienste auf dem Youtube-Kanal der KLJB Waldthurn.

Folgende Gottesdienste werden übertragen:

  • Palmsonntag, 10:00 Uhr
  • Gründonnerstag, 20:00 Uhr
  • Karfreitag, 15:00 Uhr
  • Osternacht, 20:30 Uhr
  • Ostersonntag, 10:00 Uhr

Teuflisch gute Idee der KLJB Waldthurn

„Brav wie die Engel – Feiern wie die Teufel“ – das trifft auf die Katholische Landjungend Waldthurn zu. Mit ihrem Faschingswagen machen sie Werbung für ihre Fest im Sommer.

In diesem Jahr findet wieder eine zweitägige Sommer-Wiesn (5. und 6. Juni) in Albersrieth statt, bei der die Katholische Landjugend Waldthurn brav wie die Engel teuflisch feiern werden. Bereits jetzt freuen sich die jungen Burschen und Mädchen auf das Zweitagesevent und bauten sich zur Teilnahme an den Faschingszügen in Flossenbürg (Faschingssamstag) und am Foßnachtsonntag im Pleysteiner Pulverland einen Faschingswagen unter dem Motto: „Himmel & Hölle“, um auf ihr Fest hinzuweisen.

Drei Wochen arbeiteten die KLJB`ler an zwei bis drei Abenden in der Woche und am Wochenende an ihrem Gefährt, im Vorfeld probierten die Mädels und Burschen den Faschingswagen selbstverständlich aus. Für Sicherheit sorgte der zuverlässige und treue Fahrer Alexander „Luki“ Lukas aus Albersrieth, der übrigens auch bei den Lennesriether Pfingstschwanzfahrern den Mistkarren mit dem Pfingstschwanz steuert.

„Wir sind ja eine anständige und brave Landjugend, jedoch halten wir auch immer ein teuflisches Sommerwiesn – Fest“, erklärte Simon Griesbach, einer der Macher des Wagens und ergänzte, man freue sich auf ein höllisches Sommerfest Anfang Juni. Um die 50 Jugendliche bevölkern als Mönche, Teufel, Engel, Wolken, Flammen, Priester, Kardinäle, Boandl-Kramer vom Brandner Kasper den Faschingswagen.

Landjugend trifft im Dorftreff auf Zoiglfans

Selten dürfte auf den ehemaligen Stühlen des Bayerischen Senats im Albersriether Dorftreff eine so große Anzahl an jungen Mädchen und Burschen Platz genommen haben.

Das Zoiglfest der Katholischen Landjugend (KLJB) Waldthurn stieg dieses Jahr nicht im Waldthurner Pfarrheim, sondern im zwei Kilometer entfernten Dorftreff in Albersrieth. Auch dort war wie immer der Zoiglspaß garantiert. Die „Rüscherl-Muse“, ein Gruppe junger Burschen aus der nördlichen Oberpfalz sorgte mit bayerisch-böhmischer Blasmusik für viel Gaudi. Zu essen gab es Brotzeiten mit Namen wie „A Boarischer“, „A Zwiefacher“ und „A Dreher“.

Der KLJB-Zoigl im Dorftreff kommt gut an.

Waldthurner Landwirtschaftstag mit rund 3000 Gästen

„Das muss ihnen erst einmal jemand nachmachen“, meint ein begeisterte Besucher beim Tag der Landwirtschaft der KLJB Waldthurn. Nicht nur der Hausherr wundert sich über den Andrang.

Diese regionale Besonderheit schlug trotz einiger Regengüsse ein wie eine Bombe. Auch Hausherr Johann Vitzthum – der Steffelbauern Hans – war gekommen und doch sehr verwundert, was auf dieser Wiese alles los war: Die Landjugend mit dem Unterfestausschuss „Samstag“ hatte den Tag als Teil der 100-Jahr-Feier organisiert. Viele ehemalige Lennesriether waren bis aus München angereist, um bei diesem Fest dabei zu sein.

Der Kontrast zwischen früher und heute wurde deutlich: Dort die alte Dreschmaschine Baujahr 1950 mit der die Glaubendorfer Landjugend ihr Korn drosch, auf der anderen Seite der riesige Mähdrescher aus dem Jahr 2019. Viele alte Traktoren standen am Festplatz. Der Woppenriether Christoph Ertl war mit seinem acht PS-Lanz Baujahr 1923 knatternd vorgefahren. So manch kleiner Steppke bestieg die Gefährte. Der 18-jährige Nuk und der 11-jährige Fritz, zwei Süddeutsche Kaltblut-Pferde, zeigten mit ihren Pferdeführern Albert Gleißner aus Uckersdorf bei Schwarzhofen und Christian Vogl aus Chamerau das Holzrücken und Pflügen mit zwei PS.

Der einheimische Holzbau Riedl war am Festplatz und zeigte, wie die Leute früher mit einfachsten Mitteln Bäume bearbeiteten. Manfred Fenzl, Raimund Höger und Elisabeth Pröls schnitzten im Namen der Flosser Anbaugenossenschaft für QualitätskartoffelnBuchstaben in die Kartoffeln und schrieb so manche Namen für junge und ältere Gäste. Der Lennesriether Bernd Bodensteiner hatte nur einige Hundert Meter Anreise hinter sich und zeigte zusammen mit seinem Enkel Elias, wie man aus Haselzweigen fachmännisch Pfeiferln herstellt. Viele Mädchen und Buben sind nun mit einem echten „Lennesriether Pfeiferl“ unterwegs.

Der Manteler Zapfwellen-Stammtisch „Alt’s Glump“ arbeitete mit seinem alt’n Glump aus den 30er-Jahren, zeigte dabei, wie früher Brennholz gesägt und gespalten wurde, und hatte eine Erdäpflsortiermaschine dabei. Hans Hagn – genannt Straussie – ein gebürtiger Kaimlinger, zeigte, wie man fachmännisch die Sense dengelt. So mancher „Sensenmählehrling“ stellte sich nicht schlecht an. Auch die Waldthurner OWV-Schnitzer zeigten ihr Können.

Ulrike Simmerl von der Landvolkgruppe war mit ihrem 20-jährigen Pony Jack gekommen. Am KLB-Stand konnten Interessierte Fahrten mit Pony gewinnen. Das war der Renner. Mitten im Rund war ein riesiger Strohhaufen aufgebaut, der für die Kinder aber auch für die vier Musiker der „Hulzstoussboum“ die Bühne war. Die Lennesrietherin Marianne Pausch gab Anleitung zum Töpfern und die Mädchen der KLJB Burkhardsrieth schminkten die Kids.

Die Familie Sauer aus Burgtreswitz führte ihr Rotes Höhenvieh vor und Petra und Wilhelm Sauer aus Waidhaus zeigten ihre „Black Belted Galloway“-Rinder. Auch Ziegen tummelten sich am Platz und auch einige hübsche „Deutsche Lachshühner“ sowie „Sundheimer“ waren aus Remmelberg nach Lennesrieth angereist. Der Kleintierzuchtverein Vohenstrauß prüfte auf Anfrage Hasen und gab auch brauchbare Züchtertipps.

Musikalisch war neben den „Hulzstoussboum“ einiges geboten: „Cantikids“, „Triangel“ mit Wirtshauseckmusi, „Pfiffig und Staad“, die Luher Kirwa Leit, die Musikschule Karl und die „Schwarzenbacher Schenkelzinterer“ machten den Nachmittag auch musikalisch zu einem Erlebnis.

Claudia Bodensteiner aus Albersrieth hatte für die KLJB die Verantwortung für das Quiz übernommen und ehrte die Sieger. Bei den Kindern zog Landvolkpfarrer Udo Klösel die Lose. Einen Tretbulldog gewann der 12-jährige Matthias Schieder aus Ellenbach. Der zweite Preis, ein Spielzeugtraktor mit Anhänger, fährt nun beim 7-jährigen Thomas Bodensteiner auf dem Hof in Albersrieth. Der junge Lennesriether „Äelbauer“, der sechsjährige Michael Götz, erhielt einen Alpaka-Trekking-Gutschein vom Burkhardsriether Grießlhof.

Bei den Erwachsenen fungierte Bürgermeister Josef Beimler als bärtige Glücksfee. Barbara Stahl aus Frankenrieth gewann das Riedl-Holzbau-Hochbeet, Maria Striegl vom Lennesriether Haselranken kann beim Kramer (Direktvermarktung Müller) in Oberbernrieth Wild und Honig für 50 Euro einkaufen. Margarethe Weißer aus Weiden kann es sich in Surrers Radlhütte am Kühbachhof gemütlich machen. Sie gewann einen 20-Euro-Gutschein.

Der Manteler Zapfwellen-Stammtisch zeigt sein „altes Glump“
Die Waldthurner Hulzstoussboum spielen zur Freude aller Besucher auf den Strohballen.
Ackerarbeiten mit Pferd
Die glücklichen Gewinner des Landwirtschaft – Quiz
Die KLJB Glaubendorf drischt das Korn mit einer alten Dreschmaschine
Holzarbeiten wie früher

100 Jahre KLJB: Schlussakt mit Kapelle Josef Menzl

Sich zusammenreißen: Das ist die Forderung der Kapelle Josef Menzl und natürlich nicht ernst gemeint. Im Gegenteil, zum Abschluss der 100-Jahr-Feier der KLJB Waldthurn geben die Partyfans noch einmal alles.

Die Landjugend hatte mit der Kapelle Josef Menzl eine der bekanntesten Blaskapellen Bayerns für den Schlussakt der 100-Jahr-Feier nach Lennesrieth geholt. Den zehn Musikern war die Professionalität zunächst nicht anzusehen, sobald sie aber zu ihren Instrumenten griffen, war ihre Musikalität unüberhörbar. Anfangs etwas verhaltener, zum Schluss aber mit einer hinreißenden „Reißt’s eich zamm“-Blasmusikshow rissen sie auch am letzten Tag des KLJB-Festes die vielen Fans im vollen Festzelt mit.

Kapellmeister Menzl warf sich von der Bühne auf den Rücken liegend in die Menschenmenge und sang auf den Händen getragen seine Interpretation des Hits „Spanish Eyes“. Dieses sogenannte „Crowdsurfing“ gibt es eigentlich nur bei Rock- oder Punkkonzerten, in Lennesrieth aber auch in der Blasmusikszene. Der aus Pentling bei Regensburg stammende Menzl hatte ein kleines Büchlein mitgebracht, in dem unter dem Titel „Wer nicht singt, der stinkt“ Liedtexte zum kräftigen mitsingen waren. Die Besucher bevölkerten die Tanzfläche und hatten Spaß. Interessant war auch Menzls Version des Beatles-Klassikers „Hey Jude“.

Kapelle Josef Menzl.

Zeit vergeht – Freundschaft besteht

Mitten auf dem herrlichen Dorfplatz in Lennesrieth feiert die Landjugend direkt neben der Mutterkirche der Pfarrei St. Jakobus einen beeindruckenden Jubiläums-Festgottesdienst. Der Blick geht zurück.

Hauptzelebrant war Diözesanlandjugendseelsorger Udo Klösel aus Regensburg. Pfarrer Norbert Götz, Diözesanjugendpfarrer Christian Kalis und Waldthurns Ehrenbürger Pfarrer Andreas Renner zelebrierten in Begleitung von Diakon Janusz Szubartowicz mit. Die ehemaligen KLJB-Mitglieder Hildegard Bäumler (geborene Wittmann) und Gisela Härtl (geborene Lukas) blickten in einem kurzen Zwiegespräch auf ihre frühere Zeit bei der Waldthurner Landjugend zurück. Die beiden Frauen stellten mit Begeisterung fest, dass sie auf die heutige KLJB Waldthurn, die Feste feiert, einen guten Zusammenhalt hat und den Herrgott nicht vergisst, mächtig stolz seien. „Wenn ich bedenke, dass diese jungen Leute unsere Zukunft sind, da können wir getrost alt werden“, meinte Bäumler mit einem Lächeln.

Pfarrer Norbert Götz sagte, dass die Waldthurner Landjugend trotz ihrer 100 Jahre jung geblieben sei. Landjugendseelsorger Klösel bemerkte mit Blick auf das herrliche Wetter, dass die Schirmherren ganze Arbeit geleistet hätten. KLJB-Vorsitzende Hannah-Sophia Hornstein sprach die Lesung.

Klösel meinte in der Predigt, dass das Schicksal in 100 Jahren nicht immer „auf eine Seite hängt“. Es verändere sich viel in einer solchen Zeitspanne, es waren vier Generationen bei der Jugendorganisation. Nach dem Ersten Weltkrieg wollten die Gründungsburschen, dass das Leben mit Geselligkeit und Gemeinschaft wieder besser wird. Leider mussten sie 20 Jahre später wieder einen noch grausameren Krieg erleben.

Klösel stellten die Frage, was in den 100 Jahren bleibt? „Zeit vergeht – Freundschaft besteht“ sei das Motto. Dieses gelte heute genauso wie damals auch in der Freundschaft mit Jesus Christus. Das „K“ in der Abkürzung KLJB stehe für die Freundschaft der Landjugend mit Jesus. Der gemischte Chor amicanti, bei dem viele KLJB-Mitglieder mitsangen und von Manuela Grünauer geleitet wurde, war ein Genuss für Augen und Ohren. Sogar die Vöglein in den Dorfbäumen zwitscherten zur Ehre Gottes mit den Sängern. Anschließend marschierte der Jubelverein mit seinen Gästen unter der musikalischen Begleitung der Trachtenkapelle Waldthurn zum Frühschoppen ins Festzelt.

Diözesanlandjugendseelsorger Udo Klösel (Mitte) feiert den Jubiläumsgottesdienst in Lennesrieth. Gisela Härtl (vorne, links) und Hildegard Bäumler (vorne, rechts) blicken auf ihre frühere Landjugendzeit zurück.
Im Bild am Altar (von links) Diakon Janusz Szubartowicz, Pfarrer Norbert Götz, Diözesanlandjugendseelsorger Udo Klösel, der frühere Waldthurner Pfarrer Andreas Renner und Diözesanlandjugendpfarrer Christian Kalis
Die Zelebranten (von links): Diakon Janusz Szubartowicz, Pfarrer Norbert Götz, Diözesanlandjugendseelsorger Udo Klösel, Pfarrer Andreas Renner und Landjugendpfarrer Christian Kalis.

Pure Eskalation

Die KLJB Waldthurn hat wohl alles richtig gemacht: Das 100-jährige Jubiläum der Gemeinschaft wird am Freitag- und Samstagabend mit den Stoapfälzer Spitzbuam und der Gruppe Hoaß kräftig gefeiert. Gäste und Bands haben ihren Spaß.

Nach dem Totengedenken am Freitagabend in der Mitte des schönen Dorfes Lennesrieth marschierte die Waldthurner Landjugend beim 100-jährigen Jubiläum zusammen mit ihrem Ehrenpaten der KLJB Burkhardsrieth und dem Patenverein den Ländlichen Burschenverein Floß und Vereine Richtung Festzelt zur Steffelbauernwiesn. Mit dabei die Trachtenkapelle Waldthurn unter der Leitung von Kornelia Kraus, die im Festzelt gleich so richtig einheizte. Die Waldthurner zogen zur Freude der Feierwütigen durch das Festzelt und bereiteten das Feld für den „Hauptact“ des Abends, die Stoapfälzer Spitzbuam.

Zuvor setzte Bürgermeister Josef Beimler mit drei gezielten Schlägen am Bierfass an, zapfte die erste Mass Bier und verkündete: „Auf ein unvergessenes dreitägiges Landjugendfest“. Die Festleiter Johannes Menner, Felix Griesbach und Franziska Wittmann begrüßten die bestens gelaunten Besucher. „Ich wünsche euch die pure Eskalation mit den Stoapfälzern“, jubelte Griesbach in die singende Menge an Landjugendgruppen, Feuerwehrleuten und Vereinsabordnungen.

Die Stoapfälzer Spitzbuam erkannten sofort „den Ernst der Lage“ und machten da weiter, wo die Waldthurner Trachtenkapelle aufgehört hatte und verbreitete Stimmung pur. Schnell war die Tanzfläche voll, und die Bänke dienten einmal mehr als Stehplätze. Die Ehrenpaten aus Burkhardsrieth hatten sich selbst Bänke und Tische produziert, die eine Plattenstärke von 40 Millimeter hatten und ihren Ansprüchen beim Feiern gerecht wurden. Die Musikauswahl traf genau den Geschmack der Besucher. Bemerkenswert, dass sogar eine Version des Ti Amo des Schlagersängers Howard Carpendale die jungen Leute regelrecht auf die Bänke trieb. Aus vielen Kehlen der mehr als 2000 Besucher erklang der legendäre Hit.

Am Samstagnachmittag präsentierten die KLJB-Mitglieder dann am Festplatz „Landwirtschaft – Vo damals bis heid“, wobei die jungen Leute zu ihren Wurzeln zurückkehrten und die landwirtschaftliche Arbeit im Wandel der Zeit den großen und kleinen Besuchern vorstellten. Am Abend stiegen die Temperaturen im Zelt mit einer Band aus dem Raum Cham, die sich „Hoaß“ nennt. Im wahrsten Sinne des Wortes trieben die vier Musiker die Temperaturen im Zelt in die Höhe. Bereits um 21 Uhr war das Zelt wieder bis auf die letzte Bank besetzt und die Band rollte ihr „musikalisches Fassl Bier“ ins Festzelt, welches die Gäste sofort elektrisierte. Sogar 22 junge Männer des Burschenvereins aus dem oberbayerischen Anzing waren in die Oberpfalz gekommen und wollten sich diesen Abend nicht entgehen lassen. Gut, wenn man Freunde hat: Die KLJB Burkhardsrieth übernahm an diesem Abend den Getränkeausschank und hatte dabei eine Menge Arbeit.

Das Anzapfen am Freitag (von links) mit Festleiter Felix Griesbach, Bürgermeister Josef Beimler, Festleiter Johannes Menner, KLJB-Vorsitzende Hannah-Sophia Hornstein, Festleiterin Franziska Wittmann und Ehrenschirmherr Pfarrer Norbert Götz
Bürgermeister Josef Beimler und Ehrenschirmherr Pfarrer Norbert Götz beim Anzapfen.
Die Stoapfälzer Spitzbuam staunen nicht schlecht angesichts der feiernden Menge.
Die Gäste lassen sich nicht lange bitten und stehen gleich zu Beginn auf den Bänken.
Freitagabend mit den Stoapfälzer Spitzbuam.
Die Gruppe Hoaß gestaltete den Samstagabend bei den Feierlichkeiten zum 100-jährigen KLJB-Jubiläum.
Am Samstagabend steht die Gruppe Hoaß im Mittelpunkt. Das junge Partyvolk genießt die ausge